Welche Füllung passt zu mir und meinem Zahn?

Wenn man zum Zahnarzt geht, stellt sich oft die Frage welche Füllung soll nun in meinen Zahn eingebracht werden?

 

Dazu ist es notwendig die verschiedenen Füllungsarten zu kennen. Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt?


Zunächst ganz klassisch, die Amalgamfüllung. Das ist eine Füllung, die einfach und in einer Sitzung hergestellt werden kann, eine gute Lebensdauer besitzt und von der Krankenkasse bezahlt wird. Jedoch gibt es auch Nachteile. Zum einen ist die Füllung silberfarbenen bis grau- also ästhetisch nicht ansprechend, zum anderen sagt man dem Amalgam eine mögliche Schädigung durch das enthaltene Quecksilber nach. Hier muss sich der Patient informieren und eigenverantwortlich entscheiden ob das Amalgam bei ihm verwandt werden soll.


Ein anderes Füllungsmaterial ist Kunststoff. Es ist zahnfarben, hat also eine gute Ästhetik und ist besonders im Frontzahnbereich hervorragend geeignet. Im Seitenzahnbereich ist die Kunststofffüllung nur bei kleineren und mittleren Defekten zu empfehlen. Bei größeren Füllungen reißt, durch den hohen Kaudruck, die Verbindung zwischen Füllung und Zahn, so dass Spalten entstehen und Bakterien eindringen. Bei der Kunststofffüllung ist eine Zuzahlung notwendig, die sich nach Aufwand und Größe der Füllung berechnet und ca. von 30 bis 150 Euro betragen kann.


Die hochwertigste und langlebigste Füllungsart stellt die Einlagefüllung oder das sogenannte Inlay dar. Es kann aus verschiedenen Materialien, wie Metall oder ästhetisch perfekt aus Keramik gefertigt werden. Die Herstellung wird in der Regel in zwei Sitzungen durchgeführt, im ersten Arbeitsgang erfolgt die Abdruckname, so dass im Labor ein Modell erstellt und das Inlay in dem gewünschten Material gefertigt wird. In der folgenden Sitzung wird das Inlay in den Zahn eingepasst und befestigt. Diese Versorgung stellt die hochwertigste Füllungsversorgung dar. Sie hält durchschnittlich 8 bis 10 Jahre oder länger und ist als Keramikversorgung vom natürlichen Zahn nicht zu unterscheiden. Entsprechend des höheren Fertigungsaufwandes liegt der Preis für diese Versorgung zwischen 300 bis 800 Euro. Die Einlagefüllung kann sowohl im zahntechnischen Labor hergestellt werden oder auch in der Zahnarztpraxis computergestützt aus einem Keramikblock gefräst werden.

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